Sonntag, 7. April 2013

"Gibt es kein Happy Ending, ist die Geschichte noch nicht zu Ende"...


Allein weil Martin Scorsese Italiener ist und eine solch große Leidenschaft für Film hat, dass er sogar dafür sein Priestertum aufgegeben hat, mag ich diesen Regisseur. Nur kam es immer öfter vor, dass ich das Ende seiner Filme nie mochte. Sie waren so... nichtssagend. Nach all dem Bamborium, dem Aufwand der Inszenierung, endeten seine Filme meist mit einem unzufriedenstellenden offenen Ende.
Endlich habe ich einen Film von ihm gefunden, bei dem es nicht so ist: Mit "Hugo Cabret" hat Scorsese endlich eine schöne runde Geschichte auf die Leinwand gebracht.
Wenn ich böse wäre, würde ich behaupten, dass es daran liegt, dass er ihn nicht selber geschrieben hat. Und dass Johnny Depp mitproduziert hat... Egal – die Bildsprache ist grandios und die Leistung der Schauspieler überragend. Neben den jungen Schauspielern findet man auch solche Größen wie Ben Kingsley, Sascha Baron Cohen, Jude Law, Christopher Lee und die bezaubernde Emily Mortimer.
Eigentlich hatte ich keine Lust den Film anzuschauen, weil ich davon ausging, dass es ein typischer Kinder-Fantasy-Film ist (wie konnte ich nur bei dem Regisseur!?). Aber er hat mich schnell gefesselt. Die Geschichte spielt im Jahre 1931 im hier wunderschön dargestellten Paris, wo ein Waisenjunge einem alten Mann, der nicht mehr an Happy Endings glaubte, sein ganz persönliches Happy Ending bereitet. Dabei handelt es sich um einen der ersten Filmemacher der Filmgeschichte: George Méliès.
Und den gab es wirklich, hier ein Link zu einem seiner Kurzfilme "Le Voyage Dans La Lune" (Die Reise zum Mond):



Scorseses Widmung an diesen Mann hat mit dem märchenhaften "Hugo Cabret" eine für ihn ungewöhnliche Liebeserklärung an den „FILM“ an sich geschaffen.
Wer Geschichten wie „Schatten des Windes“ mag, der wird auch diesen Film lieben!


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