Allein weil Martin Scorsese Italiener
ist und eine solch große Leidenschaft für Film hat, dass er sogar
dafür sein Priestertum aufgegeben hat, mag ich diesen Regisseur. Nur
kam es immer öfter vor, dass ich das Ende seiner Filme nie mochte.
Sie waren so... nichtssagend. Nach all dem Bamborium, dem Aufwand der
Inszenierung, endeten seine Filme meist mit einem
unzufriedenstellenden offenen Ende.
Endlich habe ich einen Film von ihm
gefunden, bei dem es nicht so ist: Mit "Hugo Cabret" hat Scorsese endlich eine schöne runde Geschichte auf die Leinwand gebracht.
Wenn ich böse wäre, würde ich
behaupten, dass es daran liegt, dass er ihn nicht selber geschrieben
hat. Und dass Johnny Depp mitproduziert hat... Egal – die
Bildsprache ist grandios und die Leistung der Schauspieler
überragend. Neben den jungen Schauspielern findet man auch solche
Größen wie Ben Kingsley, Sascha Baron Cohen, Jude Law, Christopher Lee und
die bezaubernde Emily Mortimer.
Eigentlich hatte ich keine Lust den
Film anzuschauen, weil ich davon ausging, dass es ein typischer
Kinder-Fantasy-Film ist (wie konnte ich nur bei dem Regisseur!?). Aber er hat
mich schnell gefesselt. Die Geschichte spielt im Jahre 1931 im hier
wunderschön dargestellten Paris, wo ein Waisenjunge einem alten
Mann, der nicht mehr an Happy Endings glaubte, sein ganz persönliches
Happy Ending bereitet. Dabei handelt es sich um einen der ersten
Filmemacher der Filmgeschichte: George Méliès.
Und den gab es wirklich, hier ein Link zu einem seiner Kurzfilme "Le Voyage Dans La Lune" (Die Reise zum Mond):
Und den gab es wirklich, hier ein Link zu einem seiner Kurzfilme "Le Voyage Dans La Lune" (Die Reise zum Mond):
Scorseses Widmung an diesen Mann hat
mit dem märchenhaften "Hugo Cabret" eine für ihn ungewöhnliche Liebeserklärung an den „FILM“ an sich geschaffen.
Wer Geschichten wie „Schatten des
Windes“ mag, der wird auch diesen Film lieben!

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