
es ist 04:31 Uhr nachts, von montag auf dienstag. dieses mal weiss ich, warum ich nicht schlafen kann. ich habe zu viel gegessen. aber es gibt auch die zwei oder drei male im jahr, wenn man grundlos schlaflos bleibt. welche gedanken einen in der zeitspanne beschäftigen, fasziniert mich gerade. ein gedanke jagt den anderen im dschungel meines hirns. ich denke an das kleine wunderhübsche und niedliche mädchen, das halb kaukasisch halb südamerikanisch ist. mischlinge sind immer so hübsch. das war in einem restaurant beim rodizio essen. dort habe ich auch zufällig ein paar kollegen getroffen. im büro muss ich morgen übrigens an den zwei großen projekten arbeiten. ach ja, frau xy muss ich unbedintg anrufen. und herrn sowieso muss ich dringend um feedback bitten, um endlich mit dem spot voran zu kommen. halt. weg mit den gedanken an arbeit. lieber sollte ich mir strand und meer vorstellen. lido di camaiore. boracay. meine kollegin hat mir vor kurzem von hawaii erzählt. ist bestimmt schön. mit ihr muss ich auch noch das eine projekt finalisieren. es sind nicht mehr viele tage bis weihnachten. die zeit drängt. acht stunden am tag sind wenig. selbst die 10, die ich zur zeit arbeite. aber ich kann mich nicht beklagen. es läuft gut. mensch, schon wieder an die arbeit gedacht! hab ich denn sonst kein leben mehr? neben mir pennt meine hamburger freundin ganz ruhig. es war ein schönes wochenende mit ihr. wir haben viele schöne dinge unternommen. im kino haben wir z.b. woody allens "whatever works" angeschaut. was würde ich über den film schreiben, wenn ich redakteurin wäre? heute abend war ich ja schon nicht fähig, chris eine zusammenfassung zu geben oder meine meinung dazu zu sagen. hm. larry david, die hauptfigur, scheint die konstante im film zu sein. eine figur, die sich nicht wirklich weiter entwickelt. sie bleibt sarkastisch, zynisch und pessimistisch. bis sie in den letzten minuten des films dann doch eine frau findet, die ihm gerecht wird. alle anderen darsteller verkörpern figuren, sie sich sehr wohl entwickeln. aus dem naiven - ich habe vergessen, wie sie im film heisst und nenne sie mal "wendy" - 20-jährigen mädchen, wird eine einfühlsame philosophisch durcheinander denkende frau. eine sehr liebenswerte figur. nicht unbedingt die hellste, aber mit dem herzen am rechten fleck. ihre mutter entwickelt sich von der verwöhnten südstaatlerin zu einer in new york bleibenden, in einer menage à trois-beziehung lebenden, künstlerischen fotografin. ihr ehemann, der sie für eine jüngere verlassen hat und wieder zu ihr zurück will, entdeckt in all dem new yorker wirbel, schwul zu sein. wendys mutter schafft es, ihre tochter mit einem hübschen reichen studenten zu verkuppeln und verursacht damit die scheidung von wendy und dem alten boris (larry david). und so finden sich alle schrägen menschen glücklich mit ihren eigenartigen beziehungen zu silvester wieder. toll, jetzt habe ich ja schon das ende verraten. ach, wenn ich doch eine gute autorin wäre, könnte ich vielleicht wie im film "unter der sonne der toskana" in italien leben und von dort aus arbeiten... aber ob ich damit glücklich wäre? mein job macht mir gerade spaß. der gedanke an meine berufliche zukunft drängt mich aber dazu, den job zu wechseln. ich will nicht einseitig sein. vielleicht sollte ich mich doch bei dem einen job bewerben, den ich weitergeleitet bekommen habe. der würde mir für die zukunft was bringen, aber spaß wahrscheinlich eher weniger.
schon wieder arbeit. schluß.
diese schwankungen haben bei mir leider ihre regelmässigkeit. ich gebe mir mühe, sie abzustellen und zum wesentlichen zu gelangen.
schwankung aus. schwankung an. schwankung aus. schwankung an. schwan...
es hört nicht auf.
04:53 Uhr. noch eine zigarette und dann versuch ich wieder zu schlafen.
to be continued.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen